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Tagungsbericht GKS-Jahrestagung Grainau 2014

Jennifer Henke

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Auch in diesem Jahr folgten die Mitglieder sowie Assoziierte des Bremer Instituts für Kanada- und Québec-Studien, Dr. Jana Nittel, Dr. Katrin Berndt, Dr. Jennifer Henke, Dr. Stephan-Alexander Ditze, Christian Orschulok, Prof. Norbert Schaffeld sowie Prof. Helga Bories-Sawala, dem Ruf der Berge und vertraten das BIKQS auf der 35. Jahrestagung der Gesellschaft für Kanada-Studien e.V. (GKS) vom 14. bis zum 16.02.2014. Wie gewohnt fand die Konferenz in malerischer Umgebung im Hotel am Badersee im Zugspitzdorf Grainau in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen statt. Höhepunkte der Tagung bestanden nicht nur aus der Hotelküche in höchster Qualität, die sich im Wintergarten mit Panorama-Blick auf den See herausragend um das leibliche Wohl der TeilnehmerInnen kümmerte, sondern aus vielen spannenden Vorträgen namhafter ReferentInnen aus Kanada und den deutschsprachigen Ländern. 

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Das von PD Dr. Kerstin Knopf erarbeitete Dachthema der diesjährigen Veranstaltung lautete „Indigenes Wissen und akademische Diskurse“, wobei das ‚Indigenisieren‘ von (euro-amerikanischer) Wissenschaft im Mittelpunkt stand. Die Konferenz schloss sich der seit den 1990er Jahren postulierten Forderung an, indigene Kenntnisse wie etwa geografisches und klimatisches Wissen oder auch Konzepte der Ressourcenverteilung und (politischen) Kon­fliktlösung in den hegemonialen Wissenschaftsdiskurs zu integrieren. Diese Eingliederung kann jedoch nur durch eine respektvolle und verantwortliche Reziprozität realisiert werden. Es ist die Untersuchung dieser wechselseitigen Beziehungen zwischen unterschiedlichen Wis­sensdiskursen mit einem Fokus auf Disziplinen innerhalb der Kanada-Studien, welche die Ta­gung prägte. Gefragt wurde nicht zuletzt nach einer potentiellen Bereicherung der Soziologie, der Literaturwissenschaften, der Geschichtswissenschaft oder der Kulturanthropologie durch mündlich überliefertes indigenes Wissen. Am Schluss der Konferenz stand, im Sinne indigener Traditionen, das deutliche Plädoyer für eine weniger heuristisch ausgerichtete Wissenschaft, die sich nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Gefühl ihrer Forschung widmet.

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Wir danken Herrn Christian Orschulok und Frau Meike Hethey für ihre inhaltliche und redaktionelle Unterstützung.

BIKQS-Vertretung in Grainau 2014

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v.l.n.r.
1. Reihe: Stephan-Alexander Ditze, Christian Orschulok, Katrin Berndt, Barbara Schaffeld, Steffen Schneider
2. Reihe: Jana Nittel, Jennifer Henke, Helga Bories-Sawala, Herr Sawala, Norbert Schaffeld

Mit Dank an Geoffrey Davies für die Aufnahme