Publikationsverzeichnis

Neuerscheinungen

Stolz, Thomas ; Warnke, Ingo H. ; Schmidt-Brücken, Daniel (Hrsg.) (2016).
Sprache und Kolonialismus: Eine interdisziplinäre Einführung zu Sprache und Kommunikation in kolonialen Kontexten. de Gruyter Mouton, Berlin. – ISBN ISBN 978-3-11-035133-0.

Die sich etablierende Forschungsdisziplin der Koloniallinguistik greift den Zusammenhang von sprachlicher Kommunikation und kolonialen und postkolonialen Machtkonstellationen auf, der in der aktuellen Forschung von immer größerem Interesse ist. Zum einen erfährt das Fachgebiet wachsende Aufmerksamkeit in der linguistischen Community, zum anderen findet es Resonanz in der universitären Lehre im Bachelor- und Master-Bereich, wo das Thema „Sprache und Kolonialismus“ aufgegriffen und mit Studierenden (weiter-)entwickelt wird.

Stolz, Thomas ; Schmidt-Brücken, Daniel ; Schuster, Susanne ; Warnke, Ingo ; Wienberg, Marina (Hrsg.) (2015).
Koloniallinguistik: Sprache in kolonialen Kontexten. Band 8 von Koloniale Und Postkoloniale Linguistik. De Gruyter Mouton, Berlin; Boston. – ISBN 978-3-11-042840-7.

Der vorliegende Sammelband dokumentiert die Beiträge einer interdisziplinären Tagung von Sprach- und GeschichtswissenschaftlerInnen zum Thema Koloniallinguistik. Dass koloniale und postkoloniale Konstellationen vor allem auch kommunikativ hervorgebracht und gestützt werden, ist eine theoretische Grundannahme der (Post)Colonial Linguistics. Gemeinsame historische und sprachwissenschaftliche Perspektivierungen von Kolonialität sind daher nicht nur wünschenswert, sondern sogar notwendig, um koloniale Machtmechanismen und postkoloniale Effekte hinreichend beschreiben und erklären zu können.

Stolz, Thomas ; Lestrade, Sander ; Stolz, Christel (2014).
The Crosslinguistics of Zero-Marking of spatial relations. Band 15 von Studia typologica Beihefte STUF. de Gruyter Mouton, Berlin. – 404 S. – ISBN 978-3-05-006276-1.

On the basis of a world-wide convenience sample of 116 languages, the distribution of zero-marking of spatial relations over the languages of the world is shown to largely escape any genetically, areally and/or typologically based constraints. The main goal of this book is to firmly establish the cross-linguistic occurrence of the zero-marking of spatial relations and to provide a framework for its study in terms of economy and predictability.

Stolz, Thomas (2013).
Competing comparative constructions in Europe. Band 13 von Studia typologica. Akademie Verlag, Berlin. – 373 S. – ISBN 978-3-05-006314-0 .

Diese arealtypologische Studie untersucht die grammatischen Mittel, die in den Sprachen Europas verwendet werden, um den Komparativ der Ungleichheit/Überlegenheit auszudrücken. Die bestehenden Theorien und Hypothesen über die morphosyntaktische Struktur und die crosslinguistische Verteilung von Konstruktionstypen werden durchgemustert; das Verhalten von Komparativen unter den Bedingungen des Sprachkontakts wird diskutiert. Dabei werden Daten aus mehr als 170 Standard- und Nichtstandardvarietäten europäischer Sprachen systematisch untersucht.

Stolz, Thomas ; Nau, Nicole ; Stroh, Cornelia (Hrsg.) (2012).
Monosyllables: from phonology to typology. Band 12 von Studia typologica. Akadademie-Verlag, Berlin. – 248 S. – ISBN 978-3-05-005925-9.

Dieser Band versammelt zehn Aufsätze, in denen Monosyllaba in verschiedenen Sprachen Asiens, Afrikas und Europas aus unterschiedlichsten Perspektiven betrachtet werden. Einsilber sind in fast allen Sprachen der Welt vertreten. Sprachen wie das Chinesische bevorzugen bekanntermaßen diesen Silbentyp. In anderen, wie z. B. den Bantusprachen, muss ein Wort aus mindestens zwei Silben bestehen. In den europäischen Sprachen rücken Einsilber gerade erst in den Fokus linguistischen Interesses. Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich sowohl mit phonetischen und phonologischen als auch mit morphologischen und funktionalen Aspekten von Einsilbern.

Stolz, Thomas ; Otsuka, Hitomi ; Urdze, Aina ; van der Auwera, Johan (Hrsg.) (2012).
Irregularity in morphology (and beyond). Band 11 von Studia typologica. Akademie Verlag, Berlin. – 321 S. – ISBN 978-3-05-005924-2.

Irregularität als sprachwissenschaftliches Konzept ist bisher nur unzureichend erforscht. Die Aufsätze dieses Sammelbandes widmen sich der Irregularität in der Flexions-, Derivations- und Kompositionsmorphologie und leisten damit einen Beitrag zum besseren Verständnis von Irregularität. Die Beiträge zielen darauf ab herauszufinden, wo Regelhaftigkeit in der Irregularität liegt, wie regelhafter Lautwandel Irregularität erzeugt, wie Paradigmen funktionieren (speziell in Bezug auf Suppletivismus und "Overabundance") und wie die irreguläre Morphologie mit Syntax und Pragmatik zusammenspielt. Irregularität wird sowohl aus diachroner als auch aus synchroner Sicht beleuchtet.

Stolz, Thomas ; Vanhove, Martine ; Urdze, Aina ; Otsuka, Hitomi (Hrsg.) (2012).
Morphologies in contact. Band 10 von Studia typologica. Akademie Verlag, Berlin. – 340 S. – ISBN 978-3-05-005701-9.

Dieser Sammelband greift den Begriff der Kontaktmorphologie (Contact Morphology) auf, der 1996 von David Wilkins geprägt wurde. Bisher gehen die meisten Sprachkontaktstudien davon aus, dass morphologische Strukturen selten entlehnt werden, da eine Kopie morphologischer Strukturen einen intensiven und langandauernden Sprachkontakt mit vorausgehender massiver Entlehnung von Lexemen und Funktionswörtern voraussetzt. Arbeiten zu morphologischen Veränderungen sehen Sprachkontakt dagegen häufig als entscheidende Ursache für die Auflösung des morphologischen Systems an. Im vorliegenden Band wird untersucht, inwieweit diese Herangehensweisen der Phänomenologie der Kontaktmorphologie gerecht werden können.

Stolz, Thomas ; Sakel, Jeanette (Hrsg.) (2012).
Amerindiana: neue Perspektiven auf die indigenen Sprachen Amerikas ; [Vorträge des Gründungskolloquiums Europäisches Netzwerk für Amerindische Linguistik (ENAL) ... im Oktober 2009 ... in Bremen]. Akademie Verlag, Berlin. – 238 S. – ISBN 978-3-05-005703-3.

Der vorliegende Band bietet vielfältige Herangehensweisen zu den Sprachen der indigenen Völker Amerikas – zu den großen Sprachen (Guaraní, Zapotekisch, Otomí, klassisches Aztekisch) ebenso wie zu den kleinen (Mosetén, Cabécar). Die Einflüsse der amerindischen Sprachen auf die Ideengeschichte der Sprachwissenschaft werden genauso berücksichtigt wie die vielfältigen Kontaktbeziehungen (vornehmlich zum Spanischen) und Gesichtspunkte der kulturellen Diversität. Sprachen mit relativ langer Schriftlichkeitstradition stehen neben Sprachen, mit deren Verschriftung erst kürzlich begonnen wurde. Das Analysespektrum reicht von der Synopse grammatischer Gesamtsysteme bis zur Untersuchung von Einzelaspekten aus dem Leben der Sprachen.

Stolz, Thomas ; Reid, Lawrence Andrew ; Ridruejo Alonso, Emilio (Hrsg.) (2012).
Philippine and Chamorro linguistics before the advent of structuralism. Band 2 von Koloniale und Postkoloniale Linguistik / Colonial and Postcolonial Linguistics (KPL/CPL). Akademie Verla, Berlin.

Der vorliegende Band versammelt Beiträge zu frühen Zeugnissen der Sprachen der Philippinen und Mikronesiens. Tagalog, Bikol, Cebuano, Iloko, Chamorro und andere Sprachen dieses und angrenzender Gebiete werden in dem Sammelband beschrieben. Das Hauptaugenmerk liegt auf den frühen Grammatiken und Wörterbüchern, daraus folgenden Beschreibungen und deren möglichen Wechselwirkungen. In einigen Arbeiten wird dargelegt, wie fortschrittlich einige Grammatiker der philippinischen Sprachen waren und inwieweit sie die Sprachtypologie vorwegnahmen. Der Sammelband ist eine Pionierstudie zur Geschichte der beschreibenden Sprachwissenschaft in Südostasien und im Westpazifik.

Stolz, Thomas ; Vossmann, Christina ; Dewein, Barbara (Hrsg.) (2011).
Kolonialzeitliche Sprachforschung : die Beschreibung afrikanischer und ozeanischer Sprachen zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft. Band 1 von Koloniale und Postkoloniale Linguistik / Colonial and Postcolonial Linguistics (KPL/CPL). Akademie Verlag, Berlin. – 312 S. – ISBN ISBN 978-3-05-005190-1.

Dieser Sammelband widmet sich verschiedenen Aspekten eines bislang vernachlässigten Gegenstandes. In der relativ kurzen deutschen Kolonialzeit (1884-1918/20) in Afrika, China und Ozeanien sind buchstäblich Hunderte von Texten entstanden, die von den autochthonen Sprachen des deutschen Kolonialreiches handeln. Viele dieser Texte sind niemals in gedruckter Form erschienen. Die Beiträge dieses Bandes zeigen, dass die Linguistik und ihre Geschichtsschreibung aus der gründlichen und kritischen Würdigung der linguistischen Beiträge, die von Missionaren, Beamten, Militärs, Händlern, Siedlern, Reisenden und anderen Personen während der deutschen Kolonialzeit und der revanchistischen Periode zwischen den beiden Weltkriegen geleistet wurden, interessante neue Erkenntnisse gewinnen kann.

Stolz, Thomas ; Caruana, Sandro ; Fabri, Ray (Hrsg.) (2011).
Variation and change : the dynamics of Maltese in space, time and society. Band 9 von Studia typologica. Akademie Verlag, Berlin. – 326 S. – ISBN 978-3-05-005648-7.

Die zwölf Beiträge zu diesem Sammelband legen das Augenmerk auf Variation und Wandel in Lexikon, Morphologie, Syntax und Phonologie des Maltesischen. Verschiede Aspekte der lektalen Variation werden angesprochen: Die Eigenschaften von Soziolekten, Fachsprachen, regionalen Varietäten und verschiedenen Registern des heutigen Maltesischen werden diskutiert. In mehreren der Artikel werden gegenwärtig ablaufende Veränderungen beleuchtet. Dabei wird die Frage gestellt, ob eine typische EU-Varietät des Maltesischen oder eine eigenständige maltesische Jugendsprache besteht.

Stolz, Thomas ; Stroh, Cornelia ; Urdze, Aina (2011).
Total Reduplication: The Areal Linguistics of a Potential Universal. Band 8 von Studia typologica. Akademie Verlag, Berlin. – 620 S. – ISBN 978-3-05-005173-4 .

Totale Reduplikation ist ein zu Unrecht in der typologischen Sprachforschung wenig beachtetes Phänomen. In dieser Monographie wird nachgewiesen, dass die sprachvergleichende Erforschung von totaler Reduplikation Konsequenzen für das allgemeine Verständnis von sprachlichen Universalien hat. Auch in Europa kann entgegen gängiger Auffassungen totale Reduplikation nachgewiesen werden, wodurch das Bild vom sprachlichen Areal Europa revidiert werden muss. Die funktionale und formale Systematik der totalen Reduplikation wird in qualitativer und quantitativer Hinsicht mit Schwerpunkt auf die europäische Situation detailliert dargestellt und für die allgemeine Theoriebildung fruchtbar gemacht. Die Ergebnisse werden sprachgeographisch mit Hilfe von Isoglossen ausgewertet. Die Daten stammen aus mehreren Hundert Varietäten weltweit.