Veranstaltungskalender des Fachbereich 10

Vorträge und andere Einzelveranstaltungen

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 18:00–20:00 | Instituto Cervantes Hamburg, Chilehaus Eingang B, Fischerwiete 1

Vortrag: 

Lateinamerika-Herbst

Im Rahmen des Lateinamerika-Herbstes lädt das Generalkonsulat der Republik Argentinien in Hamburg und das Romanische Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zu folgenden Vorträgen ein:

Prof. Dr. Elmar Eggert, Direktor des Romanischen Seminars der CAU Kiel:
Kultur der Mehrsprachigkeit in Argentinien

Facundo Reyna Muniain, Wissenschaftlicher und Forscher des Romanischen Seminars der CAU Kiel:
Sprachliche Diversität in Buenos Aires

Deborah Arbes, Studentische Hilfskraft im Fach Linguistik der Universität Bremen:
Die Walisische Gemeinschaft in Chubut: Ein Feldforschungsbericht

Die Vorträge werden auf Deutsch gehalten.

Anschließend gibt es einen Vin d'honneur mit argentinischen Weinen.

Dienstag, 24. Oktober 2017, 18:00 | Wallsaal Stadtbibliothek, Am Wall 201

Podiumsdiskussion: Celal Başlangıç (Journalist und ehemaliger Redaktionsleiter bei Cumhuriyet, Gründer vonArtı Gerçek und Arti-TV in Köln)

Die Manipulation der Eigentumsverhältnisse der türkischen Medien durch die AKP

Auf dem Podium diskutieren:

  • Prof. Dr. Betül Yarar (Universität Bremen, FB 12 mit Philip Schwartz-Initiative)
  • Dr. Çetin Gürer (Universität Bremen, Zentrum für Arbeit und Politik mit Philip Schwartz-Initiative)

Moderation:

Dr. Ulrike Flader (Universität Bremen, FB 9)

Übersetzer: Oliver Kontny (Berlin)
Organisation: Prof. Dr. Kerstin Knopf (Universität Bremen, INPUTS), Dr. Ulrike Flader

Abstract:

Auch wenn die regierende AKP es leugnet, ist es eine Tatsache, dass die türkischen Medien momentan dem dunkelsten und repressivsten Kapitel ihrer Geschichte ausgesetzt sind. Die internationalen Presserechtsorganisationen weisen der Türkei im Hinblick auf die Pressefreiheit noch nicht einmal einen Platz unter den ersten 150 Ländern zu. Jede/r zweite inhaftierte Journalist/in weltweit sitzt gerade in einem türkischen Gefängnis. Hunderte Presseorgane, Zeitschriften, TV-Sender, Nachrichtenagenturen und Verlage wurden mit Ausrufung des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 verboten und geschlossen. Dies ist nur die sichtbare Seite der Repression, die unsichtbare Seite geht darüber hinaus: Schon nach dem Regierungswechsel durch die AKP in 2002 wurde ein großer Teil der Inhaber von Rundfunkanstalten und Zeitungen ausgetauscht und fast alle dieser Medienorgane gingen in die Hände der neuen Geschäftsleute über, die der AKP und Erdogan nahestehen. Obwohl auch in der „alten“ Türkei die Regierungen diesen Medieneigentümern bestimmte Geschäftsaufträge zu kommen ließen, werden in der „neuen“ Türkei von heute jedoch die auf verschiedene Art und Weise in Beschlag genommenen Zeitungen und Rundfunkanstalten direkt an Erdogan- und AKP-treue Geschäftsleute übergeben. Das Ausmaß des Wechsels der Eigentumsverhältnisse bei Medienunternehmen allein unter der laufenden AKP-Regierung übersteigt die Gesamtsumme aller Wechsel, die jemals in der Geschichte der modernen Türkei stattgefunden haben.

Donnerstag, 6. Juli 2017, 16:15–17:45 | GW2 B2.900

Vortrag: Dr. Dirk Siepmann (Universität Osnabrück)

Wie lernt man Wissenschaftsenglisch zu schreiben? – Schwierigkeiten fortgeschrittener Lerner und ihre Behebung unter besonderer Berücksichtigung von Lehr- und Wörterbüchern

Es laden ein: Prof. Dr. Markus Callies – Prof. Dr. Claudia Harsch – Prof. Dr. Hans Krings

Nach einer einleitenden Betrachtung der Relevanz verschiedener schreibdidaktischer Ansätze für die Schreiblehre im universitären Kontext konzentriert sich der Vortrag in erster Linie auf rekurrente Probleme fortgeschrittener Schreiber des Englischen. Auf der Grundlage von Lehrbüchern, die der Autor (mit-)gestaltet hat, werden ausgewählte Wissenskomponenten und deren Vermittlung vorgestellt, die zur Behebung solcher Probleme beitragen können, und zwar auf mehreren Ebenen: 1) der lexiko-grammatischen bzw. konstruktionellen Ebene (unter Berücksichtigung der Textsorte) 2) der Ebene der Informationsstruktur 3) der Ebene des wissenschaftlichen Stils. Für jede dieser Ebenen wird darauf eingegangen werden, wie die Bereitstellung verschiedener, teilweise „neuer“ Typen von Informationen in einem in Erarbeitung befindlichen Wörterbuch für deutsche Schreiber des Englischen nutzbringend sein kann.

Dirk Siepmann hat eine Professur für Fachdidaktik am Institut für Anglistik/ Amerikanistik der Universität Osnabrück. Er beschäftigt sich neben anderen Forschungsschwerpunkten seit vielen Jahren mit der Vermittlung der englischen Wissenschaftssprache mit Blick auf Nicht-MuttersprachlerInnen des Englischen. Dazu hat er u.a. mehrerer Ratgeber verfasst. Er ist auch Autor des ‚Wörterbuchs Hochschule Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch’, das 2015 erschienen ist und mittlerweile bereits in vierter Auflage vorliegt.

Donnerstag, 15. Juni 2017, 09:15–10:30 | GW2 A3.340 (CIP-Labor)

Vortrag: Dr. Nikola Dobric (Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Österreich) | English Linguistics

Assessing High-Stakes Writing Performances – An Austrian-Slovenian Study

Before the advent of the Common European Framework of Reference for Languages (CEFR), assessments of written production in L1, L2 or FL settings in Europe tended to be based either on error counts or on necessarily subjective intuitive judgements made by the individual teacher or examiner. Inherent in the CEFR is a preference for judging rather than counting in the practice of assessment, which is informed by a philosophy that focuses predominantly on positive (norm- adequate)  features.  This  approach  has  indeed  helped  in  making  the  assessment  of  language proficiency more uniform, reliable and possibly valid. However, it has diverted attention from the fact  that  an  error  (a  non-norm-adequate  instance  of  performance)  is  also  a  valid  and  highly indicative manifestation of learner language at a particular stage of development towards full proficiency. This discrepancy between the suggested (and CEFR informed) focus on positive features in assessment  and the seemingly  persistent  practice  of assessing  language  competences  on the basis  of  error  counts  raises  interesting  questions  in  terms  of  our  ability  to  provide  objective judgements regarding the essential qualities of test usefulness (e.g. validity, reliability, impact, practicality, and others). And at the time when standardized testing is making great inroads into education systems, investigations into the said usefulness seem more necessary than ever and large-scale studies of the nature of standardized language testing are hence in high demand. The main focus is then to investigate the (quantitative and qualitative) extent to which negative features (errors) contribute to ratings (as opposed to, or in combination with, positive ones). This translates into  one  major  (research)  question  which  needs  to  be  answered  in  order  to  achieve  this  aim: whether in rating writing performances one can observe the apparently opposing foci on positive and negative features as complementary – in essence that either focus (or a combination of both) would produce similar ratings (following the intuitive idea that if something is not negative then it is positive).

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Kontakt: Prof. Dr. Marcus Callies, callies@uni-bremen.de

Donnerstag, 11. Mai 2017, 10:00–12:00 | GW2 A3.570

Vortrag: Ian Hatcher (New York)

Forging patterns with machinic performances

Forging patterns with machinic performances, an artist talk by Ian Hatcher

Ian Hatcher, whose work was featured in the Shapeshifting Texts exhibition, will present an artist talk on Thursday, May 11th at 10:00, in GW2-A3570. This talk is organized by the project “Shapeshifting Texts: keeping track of electronic literature”, and the course “Human-Machine: the process of meaning-making in digital texts”. No registration required.

Ian Hatcher is a writer, sound artist, and programmer whose work explores cognition in the context of digital systems. Recent output includes a vinyl/mp3 record, Drone Pilot (cOsmOsmOse 2017); a print poetry collection, Prosthesis (Poor Claudia 2016); and numerous screen poems, including the iOS app Abra, created with Amaranth Borsuk and Kate Durbin. His code-inflected vocal performances have been widely presented in North America and Europe. He received his MFA from Brown University and lives in New York.

Author’s webpage: http://ianhatcher.net/.

Donnerstag, 4. Mai 2017, 09:45–11:00 | GW2 A3.340 (CIP‐Labor)

Vortrag: Dr. Aysin Sahin Kizil (Fırat Üniversitesi Elazığ, Türkei) | English Linguistics

On the Use of Discourse Markers in Learner English: A Corpus Based Contrastive Study

Einladung zum Gastvortrag. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Kontakt: Prof. Dr. Marcus Callies, callies@uni-bremen.de

Mittwoch, 3. Mai 2017, 14:15–15:45 | GW2 A3.340 (CIP‐Labor)

Vortrag: Dr. Aysin Sahin Kizil (Fırat Üniversitesi Elazığ, Türkei) | English Linguistics

Teaching Collocations through Web‐Based Concordancing: A Corpus Informed Quasi-Experimental Study

Einladung zum Gastvortrag. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Kontakt: Prof. Dr. Marcus Callies, callies@uni-bremen.de

Donnerstag, 27. April 2017, 14:00–16:00 | GW2 A3.770

Vortrag: Nico Nassenstein (Universität Köln) | INPUTS

Ma(r)king a difference on Facebook: Border thinking in Rufumbira and the Third Space

3. Gastvortrag der INPUTS-Vortragsreihe "Changing ecologies: language, culture and the environment"

Mittwoch, 1. Februar 2017, 18:00–20:00 | GW2 B3.009

Aus der Reihe: WoC-Ringvorlesung „Macht im Widerspruch“

Vortrag: Prof. Dr. Susanne Schattenberg (Universität Bremen) | Verbundforschungsinitiative "Worlds of Contradiction"

Leonid Breschnew – oder die Kunst, einen westlichen Staatsmann zu mimen

Abstract:
Die sowjetische Diplomatie befand sich von Beginn an vor dem Dilemma, das westliche Protokoll als bourgeois abzulehnen, aber kein eigenes, „sozialistisches“ Comme-il-faut entwickeln zu können. Die Antwort auf die westlichen Standards variierte von Akzeptanz und Nachahmung über Persiflage und Nichtbeachtung bis zu Unterlaufen und Sabotage. Der Widerspruch bestand darin, die diplomatischen Standards als Produkt der kapitalistischen Welt bloßstellen zu wollen, aber gleichzeitig auf ein Procedere und eine gemeinsame Sprachebene angewiesen zu sein. Jeder der sowjetischen Parteiführer ging mit diesem Widerspruch anders um und löste ihn auf seine eigene Weise. Es wird gezeigt, mit welchen Mitteln Breschnew versuchte, sich seinen westlichen Gesprächspartnern anzupassen und dabei den Spagat zwischen kommunistischer Doktrin und westlicher Repräsentation vollführte.

Donnerstag, 26. Januar 2017, 14:15 | GW2, Raum B1.630

Vortrag: Prof. Dr. Michael Cysouw (Universität Marburg)

Sprachwissenschaft anhand von Paralleltexten

Donnerstag, 26. Januar 2017, 19:00 | Villa Ichon (Kaminzimmer), Bremen, Goetheplatz 4

Lesung: Ralph Grüneberger | Universität Bremen (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften) und das Bremer Literaturkontor

„Die Saison ist eröffnet“ – Neues aus Leipzig

Ralph Grüneberger liest Kurzprosa und stellt neue Gedichte vor

Am Donnerstag, den 26.01.2017, liest der Leipziger Schriftsteller Ralph Grüneberger in der Villa Ichon, Bremen.

Ralph Grüneberger, Absolvent des Literaturinstituts Johannes R. Becher (Leipzig) und in der Folge mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, ist in unterschiedlichen literarischen Genres unterwegs. So veröffentlicht er neben den Gedichten und Prosaarbeiten Liedertexte, Essays, Monographien, Hörbücher und Texte für Kinder. Viele Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Darüber hinaus hat er sich als Vorsitzender der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, als Herausgeber der Zeitschrift Poesiealbum neu sowie als Organisator literarischer Veranstaltungsreihen national und international einen Namen gemacht.

Zu den großen Themenfeldern Grünebergers gehören urbane Arbeitswelten ebenso wie die ländlichen Regionen der Krise, historische Erinnerungsorte ebenso wie die Lebensläufe ausgewählter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Stets dokumentiert sich in seinen Texten ein Literaturverständnis, das auf Sichtbarmachung soziopolitischer Schieflagen und damit zugleich auf Handlungsveränderung setzt. Den Orientierungsrahmen dafür bildet in vielen der Gedichte Grünebergers Heimatstadt Leipzig. Die Bedeutung dieser Stadt für die Lyrik von Ralph Grüneberger hat der Bremer Schriftsteller Michael Augustin sehr zutreffend wie folgt zusammengefasst: „An diesem Ort hat er seinen unverwechselbaren Sound geschult, hier wurde ihm die Welt an der Wiege gesungen. Hier in der Bücherstadt hat er seine Stimme gefunden, mit der er souverän über alles reden kann: über die Liebe, den Tod, die Geschichte, über New York, Kleinkleckersdorf und sich selbst.“

Moderation: Prof. Dr. Norbert Schaffeld

Mittwoch, 25. Januar 2017, 16:00–18:00 | GW2 B2.890

Aus der Reihe: Gender Culture Feminism

Vortrag: 

Queer Linguistics

Prof. Dr. Ingo H. Warnke und Dr. Hanna Acke (Universität Bremen, FB 10)

‚Schwulenclub’, ‚Gay-Club’ oder ‚LGBT-Club’ – die unterschiedlichen Bezeichnungen von Opfern bzw. eines Tatorts nach dem Attentat von Orlando zeigen deutlich, dass in der öffentlichen Wahrnehmung  Uneinigkeit darüber herrscht, wie man Menschen und ihre Lebensräume bezeichnen will, Menschen, die nicht in den vertrauten Alltag kategorialer Gewissheiten eingefügt werden. Abhilfe für solche begrifflichen Unsicherheiten – die für sich genommen schon interessant genug sind –  will beispielsweise ein Glossar schaffen, das bei Zeit-Online erschienen ist, und sich zum Ziel setzt, „Erhellung“ in eine Debatte zu bringen.

Aus der Perspektive der Queer Linguistics ergeben sich für einen solchen Kontext und vor allem auch gesprochen aus einem solchen Kontext zahlreiche Fragen, auf die wir in unserem Vortrag eingehen wollen. Dabei werfen wir einerseits einen Blick auf queere Ansätze in der Linguistik und andererseits einen queeren Blick auf die Linguistik selbst. Ein grundsätzlicher Widerspruch erscheint dabei zwischen kategorialer Partikularisierung von Kategorisierungen und dem Ziel zu bestehen, Kategorien und binäre Strukturen im queeren Projekt gerade aufbrechen zu wollen. So umfasst etwa die Benennung ‚LGBT(Q)(...)’ eine Auflistung von Identitätsentwürfen, die zwar einerseits die binäre Einteilung in Hetero- und Homosexualität in Frage stellen soll/kann, gleichzeitig aber gerade durch ihre Kombination zu einer Essentialisierung beitragen kann, die in einem antikategorialen Projekt fragwürdig ist. Kann über den Ausdruck und das Konzept ‚queer’ und über Ansätze der Queer Linguistics eine kategoriale Entgrenzung und ein Aufbrechen insbesondere binärer Strukturen gelingen? Oder tragen solche Ansätze selbst – wie der teilweise als essentialisierend kritisierte Vorgängeransatz der ‚lavender linguistics’ – zu einer Festschreibung von Kategorien bei?

Für Studierende zur Vorbereitung empfohlen: 
Motschenbacher, Heiko. 2011. Taking Queer Linguistics Further: Sociolinguistics and Critical Heteronormativity Research. International Journal of the Sociology of Language (212). 149–179

Donnerstag, 19. Januar 2017, 18:00–20:00 | GW2 B1.820

Aus der Reihe: WoC-Ringvorlesung „Macht im Widerspruch“

Vortrag: Prof. Dr. Martin Saar (Universität Leipzig) | Verbundforschungsinitiative "Worlds of Contradiction"

Umstrittene Macht

Abstract:
Politik ist ganz offensichtlich eine Frage der Macht. Aber die theoretische Frage, wie politische (und soziale) Macht angemessen zu verstehen sei, beschäftigt die sozial­wissenschaftliche Debatte seit langem, und es konkurrieren ganz unterschiedliche und teils völlig inkompatible Vorschläge hierzu, was diesem scheinbar so einfachen Grundbegriff etwas Mehrdeutiges gibt. Denn es spielt eine Rolle, ob sich der Blick auf Phänomene der Verhinderung, der Blockade oder der Gewalt richtet oder auf Prozesse der Ermächtigung, Befähigung oder der Konstitution; und beide Bereiche lassen sich sinnvoll als Machtfragen beschreiben. Interessanterweise gehen hier die theoretische Problematik der Begriffsdefinition („Was ist Macht?“) und die praktische Zuschreibung von Handlungsfähigkeit an faktische Akteur/innen („Wer kann in dieser Situation was tun und was nicht?“) ineinander über. Das – auch sozialwissenschaftliche – Sprechen über Macht scheint also selbst (auch) ein politischer Akt der Benennung möglichen oder unmöglichen Handelns oder Widerstands zu sein, der Streit um den Machtbegriff (auch) ein Streit um die richtige Beschreibung der Machtverhältnisse.

Mittwoch, 18. Januar 2017, 18:00–20:00 | GW2 B3.009

Aus der Reihe: WoC-Ringvorlesung „Macht im Widerspruch“

Vortrag: Dr. Katja Mielke (Bonn International Center for Conversion) | Verbundforschungsinitiative "Worlds of Contradiction"

Power, positionality, and belonging: Reflections on camp dwellers in Kabul

Abstract:
The lecture explores the positionalities of different groups of camp dwellers who are currently living throughout several urban camps in Kabul. Positionality is understood to encompass both, social position as a set of (power)structure-induced effectivities and social positioning as set of practices, actions and meanings. As relational disposition of individuals or groups, positionality is contingent on power constellations in respective temporal, spatial, social and geographic contexts that shape and potentially modify it. Departing from the assumption of the camp residents’ immobilization in-between places, their current self-positioning in the process of seeking belonging can be traced in locality-generating practices. Simultaneously, camp residents are subject to context-producing effects by external events and forces linked not only to government (non-)policies but also to the global war on terror and exposure to neoliberal capitalism. The incapacity of the state to meet camp dwellers’ expectations to provide shelter and income opportunities enhances social immobility, which is both a cause and effect for/of forced spatial immobilization. In light of the friction between efforts to belong and increasing fixation of the status quo, the locality-generating practices of camp residents in Kabul illustrate ambivalence. The insights build on ethnographic interview and other field research data collected in Kabul’s camps from 2012 until 2015.

Vortrag in deutscher Sprache.

Mittwoch, 18. Januar 2017, 16:00–18:00 | GW1 B0.100

Aus der Reihe: Aktuelle Themen der Linguistik

Vortrag: Prof. Dr. Daniel Schreier (Universität Zürich) | Postcolonial Language Studies

How new dialects form: competing theories

Dienstag, 17. Januar 2017, 16:15 | GW2, Raum B3.010

Vortrag: Dr. Nicole Perry (University of Auckland, New Zealand)

Adventure on the South Seas: Christian Kracht's 'Imperium' and the Real August Engelhardt

Christian Kracht’s 2012 blockbuster Imperium highlights Germany’s imperial legacy in the South Pacific and has awakened a new interest in the former German colonies of the South Pacific. His protagonist, the delicate but driven August Engelhardt, a character one could only believe to be a creation of fiction, is based on the founder of the ‘Coconut Cult’.

Kracht writes of a Germany driven by excess and greed, which he juxtaposes with Engelhardt and his desire for an alternative lifestyle. This presentation examines Kracht’s imperial critique and introduces the real August Engelhardt, writer of A Carefree Future (1898), advocate of a coconut diet and sun worship, whose lifestyle and person was in stark contrast to that of the Wilhelminian German of the late 19th Century.

Nicole Perry is a Lecturer in German at the University of Auckland, New Zealand. She is also co-director of the Research Centre for Germanic Connections in New Zealand and the South Pacific. After completing her PhD at the University of Toronto in Germanic Languages and Literatures, Nicole was a Postdoctoral Fellow at the University of Vienna. She is currently a Lise Meitner Programme fellowship holder based at the University of Vienna for her project ‘Performing Germanness, Reclaiming Aboriginality’, which discusses North American Indigenous reexaminations of the German ‘Indianer’ image. 

Alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen. Weitere Informationen: Dr. Jana Nittel (jnittel@uni-bremen.de)