Kurzbeschreibung
Ausgehend von der Erfahrung, daß wissenschaftliche Texte häufig relativ
vordergründig und mit einem vorwissenschaftlichen Alltagsverständnis gelesen
werden, sollen in dieser Veranstaltung einige zentrale Texte aus verschiedenen Bereichen
der jüngeren Geschichte der Sprachwissenschaft im Sinne eines "close reading"
analysiert und interpretiert werden. Wichtige Aufgaben sind dabei einerseits die
genaue Klärung der in den Texten verwendeten Begriffe sowie andererseits die
Herausarbeitung der Bezüge, die aus den Texten heraus auf andere Texte desselben
oder anderer Autoren und auf sonstige Informationsquellen verweisen (Intertextualität).
Ziel der Arbeit in der Veranstaltung ist es, über das genaue Verständnis
der Texte durch die Teilnehmer hinaus die Arbeitsergebnisse anderen Studierenden
zugänglich zu machen. Damit versteht sie sich als Teil eines größeren
Projektes, das die Entwicklung einer Linguistikwerkbank zum Ziel hat, einer
computergestützten, interaktiven, multimedialen Lern- und Arbeitsumgebung,
die dabei helfen soll, die Barrieren zu überwinden, die sich den Studierenden
der Linguistik im Grundstudium vielfach entgegenstellen. Weitere Information zur
Linguistikwerkbank kann unter der Adresse http://www.fb10.uni-bremen.de/iaas/werkbank erfragt werden.
Das allgemeine Organisationsprinzip der Werkbank basiert auf dem Hypertext-
bzw. Hypermediakonzept, wie es heute im Rahmen des World Wide Web weithin
bekannt geworden ist. Es wird daher nicht nur darum gehen, die Sachinhalte zu erarbeiten:
sie sollen auch so umgesetzt werden, daß sie über das Internet zumindest
lokal in Form von HTML-Dokumenten auch anderen zur Verfügung gestellt werden.
Damit bietet diese Veranstaltung nicht nur die Möglichkeit der Aneignung wichtiger
fachwissenschaftlicher Inhalte, sondern es werden auch Fertigkeiten und Fähigkeiten
aus dem Bereich der "neuen Medien" vermittelt, die sich bei der späteren
Berufsfindung als nützlich erweisen werden.