Vortrag: Claudio Gottschalg-Duque: Multimodal Information Architecture

Claudio Gottschalg-Duque,
University of Brasília, Brazil

Multimodal Information Architecture: A proposal

19. November 2015, 16.15-17.45
Rotunde im Cartesium
Bremen Masterclasses on Multimodality

MasterclassClaudio

Abstract zum Vortrag:

Information Architecture, basically, is the art and science of planning, organizing and shaping the context of the informational space. Can General System Theory, Multimodality, and Relevance Theory help Information Architects to develop informational spaces in the XXI century? If the answer is yes, how can they help? The new information scenario is very different from the old one, and today’s users are very different from past users. How can we deal with it?

Neue Publikationen in der Schüren-Reihe „Textualität des Films“

Im Jahr 2015 sind zwei weitere Bände der von Institutsmitgliedern herausgegebenen Buchreihe zur „Textualität des Films“ im Schüren-Verlag erschienen:

Chung, Jihae (2015): Das Erhabene im Kinofilm. Ästhetik eines gemischten Gefühls. Marburg: Schüren. Erschienen im Juni 2015.

Die Untersuchung etabliert das Filmisch-Erhabene als eine Beschreibungseinheit für gegenwärtige Kinofilme, die operationalisierbar ist und damit interpretatorische Willkürlichkeit zu vermeiden hilft. Die Untersuchung geht von einer Grundannahme aus, dass die Erfahrungspotenziale des Filmisch-Erhabenen neben seiner thematischen Entfaltung bereits in den formalen Dimensionen eines Filmtexts, das heißt, in seinen audiovisuellen wie narrativen Strukturen eingeschrieben sind. Um das Filmisch-Erhabene als solches identifizieren zu können, wurde eine umfangreiche Zuschreibungssystematik entwickelt, welche anhand einiger Filmanalysen exemplifiziert worden ist.
Angesprochen werden sollen damit Filmtheoretiker, die neue Lesarten und ein operationalisierbares Analyseraster des Filmisch-Erhabenen benötigen, Filmemacher, die nach erhabenheitsbezogenen ästhetischen Möglichkeiten suchen und schließlich die Filmzuschauer, die bereit sind, sich verschiedene Rezeptionsstrukturen des Filmisch-Erhabenen anzueignen und zugleich ihr bisher unverbalisierbar gemischtes, dennoch evidentes Gefühl bei der Filmrezeption ergründen wollen.

Preußer, Heinz-Peter (2015): Sinnlichkeit im Kino. Zur Interdependenz von Körperlichkeit und Textualität in der Filmrezeption. Marburg: Schüren. Erschienen im Oktober 2015. 

In wissenschaftlichen Betrachtungen zum Film gibt es eine merkwürdige Trennung von Körperlichkeit und Textualität in der Rezeptionsforschung und -theorie. Besonders deutlich wird das in der stark zunehmenden Emotionsforschung im audiovisuellen Feld. Die leibliche Dimension des Mediums Kino gerät in den Blick, etwa in der Filmphänomenologie, aber in der Regel als Korrektiv und Supplement zu den anderen, vorgeblich zu Unrecht dominanten Forschungsfeldern der Vergangenheit. Zwei Schulen scheinen immer noch unversöhnlich gegeneinander zu stehen: ‚die‘ kognitive und ‚die‘ sensualistische. Doch beide Prämissen greifen zu kurz, um die dialektische Verschränkung von Körperlichkeit und Textualität in der Filmrezeption angemessen zu erfassen, den Wechsel und das Zusammenwirken beider Vermögen hinreichend zu beschreiben.
Im Vordergrund des Bandes steht deshalb die Idee, die Positionen miteinander zu verbinden. Für das Drama hat die Semiotik den Faktor der Performativität in den Vordergrund gerückt sowie die Emergenz von Bedeutung durch die Aufführung selbst. Um eben diese Anteile also – Ereignischarakter, analog zur Performanz, Sensualität und Emotionalität – wäre der Textbegriff zu erweitern, um auch die gewünschten ‚körperlichen‘ Phänomene analysieren zu können. Körperlichkeit und Emotionalität sind gleichwohl als Markierungen im Filmtext verankert, die unsere Betrachtung lenken und Sympathie, Antipathie, Empathie und andere Regungen, Gemütszustände und Emotionen ‚ganz rational‘ steuern.

Veranstaltungen mit Prof. Sigrid Norris

Die Termine für Veranstaltungen mit unserem Gast, Prof. Sigrid Norris von der Auckland University of Technology, stehen jetzt fest:

Dienstag, 30.06.2015, 16.15-17.45, GW2 A3570
Introduction to Theory

Dienstag, 07.07.2015, 12.15-15.45, A2320 CIP (Achtung, Raumänderung!)
Transcription Workshop

Dienstag, 14.07.2015, 16.15-17.45, GW2 A3570
Methodological Tools & Empirical Analysis

Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten geöffnet.

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Nächste Institutssitzung: 02. Juli 2015, 16.15 Uhr

Das Sommersemester neigt sich dem Ende zu und wir möchten die Zeit bis dahin nutzen, um noch einmal eine Sitzung des Instituts zu veranstalten und gemeinsam über weitere Pläne und vor allem die finanzielle Situation nachzudenken. Die Sitzung soll stattfinden

am 02. Juli 2015,
16.15-17.45 Uhr,
in Raum GW2 A3570.

Tagesordnungspunkte:

  • Wahl/Vorstellung neuer Mitglieder
  • Bericht: Laufende Aktivitäten/Regelmäßige Veranstaltungen
  • Finanzielle Situation des BITT
  • Weitere konzeptionelle und forschungsstrategische Ausrichtung des Instituts
  • Zukünftige Aktivitäten: Wünsche, Pläne.

Lassen Sie mir gerne weitere Punkte vorab per E-Mail zukommen. Bitte bereiten Sie doch außerdem, wenn möglich, eine kurze Übersicht Ihrer Aktivitäten vor, die Sie ggf. bei Nichterscheinen auch per E-Mail an mich weiterleiten können.

Gastaufenthalt Prof. Sigrid Norris, Auckland

Vom 15.06. bis zum 31.07. können die AG Bateman und der Bereich „Multimodale Linguistik“ einen weiteren internationalen Gast im Fachbereich begrüßen: Associate Professor Sigrid Norris von der Auckland University of Technology in Neuseeland.

Sigrid Norris arbeitet vor allem im Bereich der multimodalen Interaktionsforschung und hat zahlreiche Bücher sowie wissenschaftliche Artikel  zu diesem und anderen Themen aus der multimodalen Linguistik, der Diskurs- und Soziolinguistik veröffentlicht. Sie leitet das Multimodal Research Centre an der Auckland University und ist zurzeit an einigen Projekten rund um die Multimodalitäts- und Interaktionsforschung, u.a. auch mit ethnographischem und geosemiotischem Interesse, beteiligt: http://www.sigridnorris.com/.

Wir freuen uns, dass Sigrid Norris an einigen Veranstaltungen teilnehmen und grundsätzlich für Gespräche und kollegialen Austausch zur Verfügung stehen wird. Neben einem Vortrag in der Reihe „Bremen Masterclasses on Multimodality“ (Termin und Ort werden gesondert angekündigt) sind einige Kolloquien und Gesprächsrunden – u.a. mit Studierenden, DoktorandInnen und PostdoktorandInnen – geplant, zu denen wir Sie bereits jetzt einladen möchten.

Lassen Sie uns doch gerne wissen, falls Sie interessiert sind an gegenseitigem Austausch und der Teilnahme an verschiedenen Treffen, so dass wir Sie dann in einen kleineren Verteiler aufnehmen und genauere Planungen vornehmen können. Sicherlich wird sich auch das ein oder andere Treffen für ein gemeinsames Mittagessen oder Kaffeetrinken arrangieren lassen. In GW2 A3460 steht die Tür dafür offen.