Seminar und Filmreihe
Postcolonial Images
Mai/ Juni 2004 – Kino 46 Bremen
In Kooperation mit dem »Institut für postkoloniale und transkulturelle
Studien« an der Uni Bremen zeigt das Kino 46 sieben Filme (ergänzt
um einen Vortrag), um sich mit der Frage auseinanderzusetzen,
wie die Situation in den jungen Nationalstaaten filmisch reflektiert
wird und ob es zu neuen filmsprachlichen Ausdrucksformen geführt
hat. Diese Veranstaltungsreihe findet statt im Rahmen des Projektes
»Der europäische Kolonialismus und die postkoloniale Situation«
an der Uni Bremen. Geografischer Schwerpunkt ist Afrika, thematischer
Schwerpunkt ist die Situation der Frauen.
- Do. 13.5. - Sa. 15.5.2004 | 18:00 Uhr
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Guelwaar
Senegal/F 1992, Regie: Ousmane Sembène, mit Omar Seck, Ndiawar Diop, 115 Min., OmU.
Irgendwo im Senegal. Es ist der Tag der Beerdigung Guelwaars.
Aber seine Leiche ist verschwunden, und man entdeckt, dass es
sich ganz einfach um eine Verwechslung gehandelt hat. Und man
erfährt, dass die einflussreiche muselmanische Familie Ciss den
Leichnam des Katholiken Guelwaar auf »ihrem« Friedhof bestattet
hat. Das Eingreifen der Obrigkeit erscheint unerlässlich...
- Do. 13.5.2004 | 20:30 Uhr
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Patrick Williams (The Nottingham Trent University)
»Patriarchs, parasites and paternalists: the politics of Sembene's
›Guelwaar‹«
In »Guelwaar« Sembene examines the complex intersections of a
whole range of political issues, from the personal to the international.
These include patriarchy, as it impacts on individuals and communities;
religious dogmatism, which divides those same communities; and
international aid, whose threadbare humanitarianism masks relations
of parasitism and neo-colonialism.
Vortrag in englischer Sprache
- Do 20.5. - Sa. 22.5.2004 | 18:00 Uhr
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TGV - Express
F/Senegal 1997, Regie: Moussa Traoré, mit Makéna Diop, Al Hamdou
Traoré, Bernard Giraudeau, 90 Min., OmU
Der Held dieses afrikanischen Raod-Movies ist ein klappriger,
bunt lackierter Reisebus, der zwischen Dakar und Conakry dahinrattert.
Sein stolzer Besitzer Rambo hat ihn TGV getauft. Trotz eines drohenden
Aufstandes fährt er durch das Krisengebiet. »TGV ist das seltene
Beispiel eines rundum gelungenen afrikanischen Unterhaltungsfilms,
der in sich bündige Dramaturgie, stilvolle Inszenierung und, nicht
zuletzt, eine unaufdringlich formulierte Botschaft zu vereinen
weiß.« (tip, Berlin)
- Do. 27.5. - Sa. 29.5.2004 | 18:00 Uhr
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Sankofa
USA/D/Ghana/Burkina Faso 1993, Regie: Haile Gerima, mit Oyafunmike
Ogunlano, Alexandra Duah, 125 Min., OmU
Ein afro-amerikanisches Fotomodell räkelt sich auf den Mauern
eines Forts, während der Trommler Sankofa sie in seinen Bann zieht.
Wie von einer magischen Kraft angezogen, betritt sie die Kerkeranlagen-
und es beginnt eine Reise in die Vergangenheit, an den Beginn
der afro-amerikanischen Geschichte und die Verschleppung der Sklaven
aus Westafrika in die Neue Welt. Der Film versucht ein Innensicht
der Sklavenwirtschaft, er zeigt, wie das Sklavensystem, zwangsläufig
zu einem System unvorstellbarer Brutalität geführt hat.
- Do. 3.6. & Sa. 5.6.2004 | 18:00 Uhr
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Mababangong Bangungot (Der parfümierte Alptraum)
Philippinen 1976/77, Regie: Kidlat Tahimik, 93 Min., OmU
Die Hauptfigur ist ein philippinischer Taxifahrer, der einen bunt
bemalten »Jeepney« fährt. Er ist von Amerika und der Zivilisation
des Westens fasziniert, pausenlos hört er, der in seiner Freizeit
Vorsitzender des »Wernher-von-Braun-Fan-Clubs« ist, die »Stimme
Amerikas« und träumt von einer Reise in die USA. Eines Tages scheint
sich sein Wunsch zu erfüllen: im Gefolge eines amerikanischen
Unternehmers darf er in Paris Kaugummi-Automaten kontrollieren.
- Do. 10.6. - Sa. 12.6.2004 | 18:00 Uhr
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Once were Warriors (Die letzte Kriegerin)
NZL 1994, Regie: Lee Tamahori, mit Rena Owens, Temuera Morrison, 99 Min., OmU
Fünf Kinder, ein jähzorniger Mann, die Trostlosigkeit am Rande
der Großstadt - das ist das Leben der Maori-Frau Beth. Nach unzähligen
Demütigungen und einem tragischen Verlust beginnt sie sich zu
wehren. Als klassische Kriegerin knüpft Beth an die heroische
Tradition ihrer Maori-Vorfahren an. Tamahoris Drama war (vor »Herr
der Ringe«) der erfolgreichste Film aller Zeiten in Neuseeland.
- Do. 17.6. - Sa. 19.6.2004 | 18:00 Uhr
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Janmadinam (Der Tag der Geburt)
Indien 1997, Regie: Suma Josson, mit Nadita
Das, Surekha Sikhri, 105 Min., OmU
Sarasu geht zur Entbindung ins Krankenhaus, begleitet von ihrer
Mutter Amma. Aus Sarasus Tagebuch erfährt der Zuschauer, dass
sie gezwungen wurde, einen anderen Mann zu heiraten als den, den
sie liebte. Gemeinsam mit ihrer Mutter beginnt sie, Erinnerungen
auszutauschen und eine Vision für die Zukunft zu entwickeln. Der
Film arbeitet - sehr ungewöhnlich für einen indischen Film - mit
non-linearen Erzählstrukturen und wendet sich so in Form und Inhalt
gegen die vorherrschende Tradition.
- Do. 24.6. - Sa. 26.6.2004, 18:00 // So. 27.6. - Di. 29.6.2004, 20:30 | Uhr
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Faat Kiné
Senegal 2001, Regie: Ousmane Sembène, mit Venus Seye, Mama Ndoumbé
Diop, 120 Min., OmU, Erstaufführung
Kiné musste sich als Geschäftsführerin einer Tankstelle in Dakar
ihren wirtschaftlichen Erfolg hart erarbeiten, nachdem sie von
den Vätern ihrer beiden Kinder verlassen wurde. Nun, da die Kinder
ihr Abitur machen und demnächst studieren werden und sie eine
sichtbar erfolgreiche Geschäftsfrau geworden ist, kommen die Männern
wieder an.