Willkommen auf den Webseiten des Instituts INPUTS

Willkommen beim Institut für postkoloniale und transkulturelle Studien
Welcome to the institute for postcolonial and transcultural studies
Bienvenu à l'institut d'études postcoloniales et transculturelles
Bienvenido al instituto de estudios  postcolonciales y transculturales
Postkolonial kple kɔtawogododo fe nukumehtsotos le woezɔn dom na mi

Spendenaufruf zur Unterstützung der Black Lives Matter-Bewegung

Wie auch mittlerweile vielfach in der deutschen Presse berichtet und diskutiert, protestieren in den Vereinigten Staaten und weltweit Millionen von BürgerInnen. Sie fordern ein Ende der mörderischen Polizeigewalt gegen schwarze Menschen und der strukturellen, institutionellen antischwarzen Gewaltverhältnisse, die als Nachleben der Versklavung den Alltag der schwarzen Bevölkerung bestimmen. Wie sehr diese ungebrochene Gewalt alle Lebensbereiche dominiert, hat sich gerade in den letzten Monaten wieder gezeigt, in denen schwarze Menschen in skandalös höherer Zahl an Covid-19 erkrankt und gestorben sind, was den strukturellen Ausschluss schwarzer Menschen von den ohnehin prekären Versorgungsleistungen des amerikanischen Staates für seine BürgerInnen deutlich macht.

Diese kämpferische Bewegung, die inzwischen das ganze Land erfasst hat, hat es trotz massivster Einschüchterungen durch Polizeiterror und juristische Verfolgung bisher geschafft, dass alle vier Polizisten, die für die Ermordung George Floyds verantwortlich sind, angeklagt sind. Sie wird weiterkämpfen, um weitergehende antirassistische Forderungen mit dem Fernziel „abolish the police“ durchzusetzen.

Zunächst einmal ist dieser Protest aber durch die faschistische Politik Präsident Trumps in höchstem Masse gefährdet, der mit der Ankündigung: „when there is looting, there will be shooting“ und der bereits erfolgten Stationierung von Armeeeinheiten in amerikanischen Städten den Einsatz von Militär gegen die eigene Bevölkerung androht. Dies ist nur die letzte Eskalation Trumpscher absoluter Skrupellosigkeit in der Durchsetzung seiner Interessen, um um jeden Preis weiße gesellschaftliche und ökonomische Machtverhältnisse immer unverhüllter zu stärken und aggressiv auszubauen. Hierbei schreckt Trump auch nicht vor der öffentlichen Unterstützung weißer Milizen zurück. Hierüber wurde eine breite Diskussion in liberalen Kreisen der amerikanischen Öffentlichkeit und ihren Organen und Institutionen (Presse, Bildungswesen, Kulturinstitutionen) angeschoben, die – auch angesichts der dieses Jahr anstehenden Wahlen – für eine Demontage des Systems Trump votieren.

Die Black Lives Matter-Bewegung wird allerdings nicht die Straßen verlassen, denn es hat sich gezeigt, dass nur ihre Kämpfe und radikaler öffentlicher Druck überhaupt die Verteidigung des Lebens und der Bürgerrechte der schwarzen Bevölkerung auf die Tagesordnung setzen können. So sieht sich die weiße Mehrheitsbevölkerung der USA ein weiteres Mal in der inzwischen jahrhundertelangen Geschichte des schwarzen Befreiungskampfes mit der Frage konfrontiert: Auf welcher Seite steht ihr denn? Es ist diese Bewegung, die ein weiteres Mal klargestellt hat, dass die Ermordung George Floyds und Breonna Taylors und so vieler anderer keine skandalösen Einzelfälle sind, die zu spontaner, aber schnell verpuffender Empörung führen, sondern zwei der unzähligen Fälle, die die systemische antischwarze Gewalt einer weißen amerikanischen Mehrheitsgesellschaft offenbaren, für die schwarzes Leben keinen menschlichen Wert hat, wie es schwarze Aktivisten und Intellektuelle – von Fredrick Douglass über James Baldwin zu Frank Wilderson, und von Harriet Brent Jacobs zu Angela Davis zu Toni Morrison und Cristina Sharpe und den schwarzfeministischen Organisatorinnen der Black Lives Matter-Bewegung, um nur einige hier zu nennen – seit Jahrzehnten anprangern.

Wie europäische, und auch deutsche, schwarze Organisationen, Initiativen und AktivistInnen deutlich gemacht haben, ist dieser strukturelle Rassismus eine transnationale Praxis. Auch die bundesdeutschen gesellschaftlichen (politischen, kulturellen und sozialen) Strukturen – wie zum Beispiel gerade der Bildungssektor – reproduzieren den Ausschluss schwarzer Menschen. Auch bei uns wird seit Jahrzehnten von der schwarzen Community die Beseitigung dieses systemischen Rassismus gefordert. Niemand kann sich mehr auf eine Position unschuldiger Unwissenheit zurückziehen. Die Situation erfordert nicht nur Solidaritätserklärungen, sondern massive politische Interventionen – dies wird ein Kampf sein, der nicht in einigen Monaten wieder aus den Aufregungsschleifen der Medien verschwindet. Im Augenblick fordert die Black Lives Matter-Bewegung Hilfe von ihren UnterstützerInnen, so dass ihre Arbeit finanziell abgedeckt werden kann; es werden immense Summen gebraucht, um vor allem Prozesskosten, aber auch Unterstützung für inhaftierte AktivistInnen zu finanzieren.

Deshalb ruft das INPUTS an der U Bremen dazu auf, an folgende Organisationen zu spenden:

Unterstützung für inhaftierte Frauen: https://donorbox.org/operationrestoration

Bail out Fund: https://actionnetwork.org/fundraising/louisville-community-bail-fund/

Weitere Informationen: https://www.aaihs.org/status-of-the-bail-funds/

Flyer

INPUTS Artist-in-residence – postponed to summer term 2021

Performance

The Equatorial Guinean poet, playwright, and actor Recaredo Silebo Boturu was invited to be the Artist-in Residence at the Institute for Postcolonial and Transcultural Studies (INPUTS) University of Bremen, for eight weeks in May and June 2020. Unfortunately, due to the current corona virus pandemic, we had to cancel his residency for the summer term 2020. His residency and the proposed theatre workshop for students of the University of Bremen is now postponed until the summer term of 2021. For more information please contact Dr. Julia Borst (FB 10): borst@uni-bremen.de


INPUTS theme semester in the summer of 2019

GLOBAL TOURISM FROM POSTCOLONIAL AND OTHER CRITICAL PERSPECTIVES

including Forschungskolloquium Forum INPUTS

Flyer | Poster

Global Cotton: Eine Uni – Ein Buch – Eine Stadt

INPUTS ist Ko-Organisator der Initiative “Global Cotton: Eine Uni – Ein Buch – Eine Stadt” (FB 9), in der das Buch von Sven Beckert King Cotton. Eine Geschichte des globalen Kapitalismus in mehreren Seminaren, Vorlesungen, öffentlichen Vorträgen u.ä. gelesen und besprochen wird.

INPUTS is co-organizer of the year-long initiative „Global Cotton: a uni – a book – a city“ (FB9), where, in several seminars, lectures, public talks, and other events, we will read and discuss Sven Beckert’s book Empire of Cotton: A Global History.

Booklet | Plakat

INPUTS International Symposium

University of Bremen, City University of Applied Sciences, Bremen, 4-5 May 2018

“Karl Marx, Marxism, and the Global South”

Venue: City University of Applied Sciences, Neustadtswall 30, 28199 Bremen, S11/S12

Programme

Website: Karl Marx, Marxism and the Global South